Atelier³ - Kunst braucht Raum - Räume brauchen Kunst

Ursula Kessel - Uva -

geboren in Syke, hat von 1981 - 2006 überwiegend bildhauerisch gearbeitet und sich, abgesehen von der Ausbildung an der Werkkunstschule Lübeck bei Josef Farkas, auch Kenntnisse im Bronzeguss - bei Klaus Kriebel - und Kupferstich - bei Heribert Bücking - angeeignet.

Bis 2002 entstanden Skulpturen und Objekte aus Stein, gebranntem Ton und Papier - Ludwigsluster Karton sowie Mischtechniken - sowie Bronze, überwiegend in kleinen Serien. Vor allem die bildhauerischen Arbeiten wurden seit 1991 in Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt.

Die Hinwendung zur Fotografie als künstlerischem Ausdrucksmittel ist erst wenige Jahre jung und hat ihren Ausgangspunkt etwa ab 2002 in der fotografischen Dokumentation der eigenen Werke. Einige von ihnen verwandelten sich nämlich, soweit es das Material zuließ, von plastischen Objekten zu grafischen Darstellungen und anderen Objekten, deren fotografische Abbildungen wiederum "Spielmaterial" für die digitale Darstellung im Computer wurden. Diese erlebten nun ihre Verwandlung in Lichtobjekte und sind als Ausdrucke auf speziellem Stoff festgehalten. Sie wirken wie ein Extrakt oder eine Essenz aus dem usprünglichen Material,

Diesen Weg sind freilich auch Aufnahmen gegangen, die vor Ort etwa ein nächtliches Treien zeigen, von dem nur die Spuren der bewegten Lichtquellen übrig geblieben sind. Alles in Allem führten diese Prozesse zu "Lichtspielen" eigener Art, deren Ursprung nicht mehr - oder doch? erkennbar ist und die durchaus beabsichtigt Rätsel aufgeben.

wie kürzlich - in absoluter Kurzfassung - Jens-Peter Mardersteig äußerte: im Kontext der Kunst seit den 1950er Jahren handelt es sich im Gegensatz zu den bisher üblichen sehr subjektiven künstlerischer Arbeiten um die Objektivierung des Augenblicks.

Dies auch in dem Sinne, dass sie versucht, aus den Bildern des Augenblicks die feinen Nuancen heraus zu kristallisieren, die objektiv vorhanden, aber ohne Aufbereitung nicht für das menschliche Auge sichtbar wären.

Es entstehen realistische Dokumentationen, die großen Wert auf das qualitative Moment des Mediums Fotografie legen.

Objektiv vorhandene Bildaussagen werden in einem weiteren Schritt der Collage zu einer übergeordneten Aussage verdichtet.

seit 1987 Ausstellungen
u. A. in Florenz, Certaldo Alto und Pisticci, Italien, Wien, Luxemburg, Ebeltoft in Dänemark, Frauenmuseum Bonn, Schwerin, Eutin, Timmendorfer Strand.

2006:

Kunst im Kurpark - KiK - in Bad Malente,
variationen der wahrnehmung, Kunstspinderiet Silkeborg, Dänemark
Galerie im Gemeindehaus Scharbeutz

2008:

farbig - leuchtend - wundersam: Forum Alstertal, Hamburg

2009: Kunst im Kurpark - KiK - in Bad Malente

2010 und 2011: Kunstwerk / Werkkunst im Schloss Reinbek

2011: ParkArt auf Schloß Clemenswerth, Sögel / Emslandmuseum